Jeder braucht (s)eine Liebesgeschichte

Wir alle brauchen unsere ganz eigene Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte die uns Sicherheit gibt. Eine, die uns sagt, dass wir gut und liebenswert sind. Eine, die uns den Weg zeigt, der für uns bestimmt ist.

Wir können uns sicher sein, dass es immer wieder Tage gibt, an denen unser Herz gebrochen wird. Tage, an denen wir Scherben aufsammeln. Unsere eigenen Scherben. Seien es die Reste unsere Träume, die Reste unserer großen Liebe oder die Reste unseres Lebens. Scherben, mit denen sich unser vermeintliches Ich identifiziert hat. Unsere Sicherheit. Unser Halt.

An solchen Tagen brauchen wir ein Gerüst, einen Vertrauten. Wie schön ist es, wenn wir jemanden haben, zu dem wir hingehen können. Jemanden der uns liebt, wie gebrochen wir auch sein mögen.

Und auch wenn es sich an solchen Tagen, in diesen Momenten so anfühlt, als wären wir allein und als könnte niemand nachempfinden wie es uns geht, so brechen ständig irgendwo auf dieser Welt Herzen.

Aber sind es nicht genau diese Momente, die uns wachsen lassen? Die uns Stärke verleihen, nachdem die Tränen versiegt sind. Momente, die uns in den nächsten Lebensabschnitt tragen. Ein Abschnitt der gerade noch unerreichbar schien, ist plötzlich zum Greifen nah. Doch das was wir brauchen um ihn zu erreichen ist Liebe. Dieses Gefühl, gut genug zu sein. Jemand der uns ein Lächeln schenkt. Jemand der sagt: Du kannst das. Auch wenn du nicht weißt, was auf dich wartet, auch wenn du keine Idee hast, warum das alles passiert. Du kannst das. Du bist gut, du bist liebenswert und du bist genau richtig wie du bist.

Mit so jemandem an unserer Seite schaffen wir alles.

Meine Liebesgeschichte sagt mir jeden Tag, das ich es wert bin, geliebt zu werden. Meine Liebesgeschichte zeigt mir meinen Weg, hilft mir beim Prioritäten setzen, hilft mir, mich zu fokussieren.

Ich bin wie ich bin. Ich mache Fehler, verletze Mitmenschen, ernähre mich falsch, gebe zu viel Geld aus. Meine Wäscheberge sind häufig zu hoch, ich fluche wie ein Bauarbeiter und habe manchmal einfach keine Lust. Disziplin, Routine, Pflichten? Manchmal einfach nicht aufzufinden.

Genau aus diesen Gründen, bin ich kein Stück besser, als meine Mitmenschen. Ich habe nicht das Recht, andere für mein Leben verantwortlich zu machen, denn ich kenne den Plan für mein Leben nicht. Es steht mir nicht zu, andere für ihr Fehlverhalten zu verurteilen. Es ist aber meine Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Ich bin Gast auf dieser Erde. Mein Aufenthalt ist ein Geschenk. Für Geschenke ist man dankbar, man tritt sie nicht mit Füssen, man schenkt ihnen Aufmerksamkeit und Liebe. Denn dieses Geschenk ist Gnade. Ich lebe, weil jemand so gnädig war, mir dieses Leben zu schenken.

Danke Gott.

 

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